Wiki für Katana Samurai Schwerter

Katana und Samurai Schwerter
Die Schwertschmiedekunst hat in Japan eine lange Tradition. Im vorindustriellen Zeitalter gab es die bekannten Samurai. Diese nutzten spezielle Schwerter, die als Samurai Schwerter oder Katana bezeichnet wurden. Die Herstellung ist äußerst aufwendig. Die größte Herausforderung für den Schmied bestand immer darin, aus recht einfachem Stahl ein scharfes Schwert herzustellen, dass auch stärkeren Belastungen standhält. Die Schneide sollte nicht so schnell stumpf werden, aber auch auf keinen Fall brechen.

Die Herstellung erfolgt aus einem relativ gewöhnlichen Baustahl, der mit Lehm geschmiedet wird. Der Lehm dient dazu, das Eisen zu säubern und den Kohlenstoffanteil zu reduzieren. Befindet sich eine zu große Menge an Kohlenstoff im Stahl, wird das Material spröde und brüchig. Der Stahl wird dann geschmiedet, zusammengeklappt und wieder erneut geschmiedet. Der Herstellungsprozess ähnelt dem vom Damaszenerstahl. Beim Katana wird der Stahl jedoch deutlich häufiger bearbeitet als bei einem üblichen Damaszenerstahl. Deshalb dauert die Anfertigung eines Samurai Schwertes auch bis zu einem Jahr.

Sind Katanas in Deutschland erlaubt?
Ein scharfes Schwert wie ein Katana kann auch als gefährliche Waffe eingesetzt werden. Deshalb gelten in Deutschland besondere Regeln zum Umgang damit. Grundsätzlich kann jeder Interessent, der mindestens 18 Jahre alt ist, ein solches Schwert kaufen. Dem Verkäufer muss allerdings ein Personalausweis oder ein anderer amtlich anerkannter Altersnachweis vorgelegt werden. Eine Waffenbesitzkarte oder etwas Ähnliches ist jedoch nicht erforderlich, um ein Katana zu erwerben.

In der eigenen Wohnung muss das Samurai Schwert sicher aufbewahrt werden. Es sollte nicht gleich für jeden Besucher erreichbar sein. Insbesondere muss es vor dem unbefugten Zugriff von Einbrechern geschützt werden. Allerdings darf das Katana zu Vorführungen oder Trainingszwecken benutzt werden. Das bedeutet, es kann in Sportstätten oder auf Theaterbühnen genutzt werden. Beim Transport im Auto muss es jedoch in einer verschlossenen Tasche untergebracht sein. Ein solches Schwert darf nicht offensichtlich im Fahrzeug transportiert werden, weil dadurch Begehrlichkeiten bei anderen Menschen geweckt werden könnten. Der Besitzer ist für die sichere Verwahrung sowie für den Transport verantwortlich. Werden die gesetzlichen Vorgaben nicht korrekt eingehalten, dann droht ein Bußgeld. Wird mit einem Katana, das ungesichert in einem Fahrzeug transportiert wurde, eine Straftat begangen, kann der Besitzer sogar wegen Beihilfe zur Straftat angeklagt werden.

Wie scharf ist ein Katana Schwert?
Über die Schärfe der Katana Schwerter gibt es viele Mythen. Angeblich sollen sie ein Stück Seide, das auf die Klinge fällt oder ein im Wasser treibendes Blatt Papier mühelos durchtrennen. Das ist jedoch sehr übertrieben. Wenn es so wäre, dann würden die Schwerter noch schärfer als Rasierklingen sein. Das wiederum würde dem Samurai nicht gut gefallen, weil bereits beim ersten festen Hieb die Klinge ausbrechen könnte. Es handelt sich um Schwerter, die für den Kampf entwickelt wurden und nicht als Präzisionsschneidwerkzeuge dienen sollen.

Trotzdem ist ein Katana Schwert sehr scharf. Die Schneide weist eine Stärke von lediglich 0,5 Millimeter auf. Damit konnten die Kämpfer seinerzeit ihren Kontrahenten erhebliche Verletzungen zufügen. Es gab vor langer Zeit in Japan sogar einige Rituale. Beispielsweise wurden zum Tode verurteilte Verbrecher mit einem Katana in der Mitte geteilt. Dazu wurde der Verurteilte mit dem Rücken auf eine leichte Erhebung gelegt. Der Henker trennte den Körper mit nur einem Schlag in zwei Teile. Es handelt sich daher um ein sehr scharfes Schwert. Die Samurai Schwerter, die aktuell erhältlich sind, stehen jedoch in unterschiedlichen Schärfegraden zur Wahl. Insbesondere Anfänger bevorzugen Ausführungen, die nicht ganz so scharf sind. Dadurch verringert sich die Verletzungsgefahr beim Üben deutlich. Erfahrene Schaukämpfer wählen dann doch lieber die sehr scharfen Modelle aus, um mehr zu beeindrucken.

Wie heißt das Kurzschwert der Samurai?
Neben dem Langschwert Katana trugen die Samurai auch ein Kurzschwert, das Wakizashi genannt wird. Dieses weist eine Länge von etwa 30 bis maximal 60 Zentimeter auf. Das Kurzschwert wurde nie abgelegt und blieb auch innerhalb von Gebäuden stets griffbereit im Gürtel. Bei Kämpfen auf engstem Raum ist ein Kurzschwert die ideale Waffe, weil sie nur wenig Platz erfordert. Während eines Kampfes im Freien nutzten die Samurai mitunter das Wakizashi sowie das Katana gleichzeitig. Zudem wurde das Kurzschwert dazu verwendet, dem Besiegten den Kopf abzutrennen. Auch dann, wenn sich der Samurai aus Gründen der Ehre selbst richten musste, nahm er das Wakizashi.

Ein weiteres Kurzschwert ist das Kodachi. Dieses ist zumeist sehr viel schöner gestaltet und mit reichlichen Verzierungen versehen. Es wurde auch nicht im Gürtel, sondern im traditionellen Wehrgehänge getragen.

Kann man mit einem Katana Knochen schneiden?
Selbstverständlich ist es möglich, mit einem Katana auch Knochen zu schneiden. Dabei spielt jedoch die richtige Schlagtechnik eine große Rolle. Anfängern wird es wahrscheinlich nicht auf Anhieb gelingen, Knochen zu durchtrennen. Es gibt jedoch erfahrene Samurai, die schon bei Vorführungen Stahlrohre mit dem Katana durchtrennt haben. Es kommt immer darauf an, aus welcher Legierung das Schwert besteht und welche Schlagtechnik eingesetzt wird.

Sind Samurai Schwerter in Deutschland legal?
Grundsätzlich sind Samurai Schwerter in Deutschland legal. Das gilt jedoch nur für die private Nutzung zu Hause oder für Shows und Sportvorführungen. Ansonsten dürfen sie in der Öffentlichkeit nicht dabei sein. Beispielsweise darf keiner mit einem Samurai Schwert in den Supermarkt oder zu Veranstaltungen gehen. Zudem müssen sie in der Wohnung, beim Transport oder auch im Sportstudio sicher verwahrt werden. Es sollte stets darüber nachgedacht werden, dass es sich bei diesen prachtvoll gestalteten Schwertern auch um gefährliche Waffen handelt.

Ist ein Katana ein Schwert?
Ein Katana ist selbstverständlich ein Schwert. Genauer gesagt ist es ein Langschwert, das zur üblichen Ausrüstung eines Samurais gehört. Mit dem Begriff Katana ist daher immer das längere der beiden Samurai Schwerter gemeint.

as ist der Unterschied zwischen einem Katana und einem Samurai Schwert? Es gibt keinen Unterschied, da das Katana ein Samurai Schwert ist. Ein Samurai nutzt verschiedene Schwerter. Das Langschwert ist leicht gekrümmt und wird als Katana bezeichnet. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich der Begriff Samurai Schwert auch für das Katana etabliert.

Welche Schwerter nutzt ein Samurai?
Ein Samurai gehörte stets zur militärischen Oberklasse. Deshalb durfte er zwei Schwerter tragen. Dabei handelte es sich um das Langschwert Katana sowie das Kurzschwert Wakizashi. Einfache Krieger konnten sich solche wertvollen Waffen auch gar nicht leisten. Schon damals war die Herstellung sehr aufwendig und konnte mitunter mehrere Monate dauern. Deshalb bekamen nur ausgewählte Kämpfer solche Waffen.

Auch in der heutigen Zeit gibt es noch japanische Schmiede, die diese alte handwerkliche Technik beherrschen. Sie werden meistens als Großmeister der Schwertschmiedekunst bezeichnet. Liebhaber bezahlen nicht selten sechsstellige Beträge für ein handgemachtes Samurai Schwert, das nach alter traditioneller Schmiedekunst hergestellt wurde.

Überblick über die Stahlsorten im SchwertShop

Metallguss
Metallguss ist ein Herstellungsverfahren, das sich besonders gut für Deko-Waffen eignet (die nicht für den praktischen Gebrauch gedacht sind). Metalle und Legierungen werden dabei in flüssigem Zustand in beliebige Formen gegossen, wobei auch dekorative Details und Verzierungen umgesetzt werden können. Der Vorteil von Deko-Schwertern aus Metallguss liegt in ihrem unschlagbar günstigen Preis.

420er Edelstahl
420er Edelstahl ist ein hochlegierter Stahl mit guter Korrosionsbeständigkeit und somit rostträge. Er ist günstig, allerdings nicht sehr hart und muss eventuell bei regelmäßiger Nutzung nachgeschärft werden (wobei das durch die nicht sehr ausgeprägte Härte kein Problem darstellt). Als pflegeleichter Stahl ist er weit verbreitet und wird für Messer und Deko-Schwerter verwendet.

440er Edelstahl
440er Edelstahl ist ebenfalls ein hochlegierter Stahl, der mit einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Seine gute Korrosionsbeständigkeit erreicht dieser hochwertige rostträge Stahl durch einen Chromanteil von 16–18 Prozent. Er ist leicht nachzuschärfen und robust, eine pflegeleichte Stahlsorte, die sich bei funktionalen Messern und langlebigen Deko-Schwertern bewährt hat.

1045er Kohlenstoffstahl
1045er Kohlenstoffstahl ist ein niedriglegierter Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von ca. 0,45 Masseprozent. Durch den relativ hohen Kohlenstoffanteil erreicht er eine gute Härte und Schärfe, hat jedoch leichte Nachteile bei der Schnitthaltigkeit und ist somit weniger für dauerhafte praktische Anwendungen wie Schnitttests geeignet als andere Karbonstähle mit höherem Kohlenstoffanteil. Zum Schutz vor Rost benötigt er Pflege.

1065er Kohlenstoffstahl
1065er Kohlenstoffstahl hat einen hohen Kohlenstoffgehalt von ca. 0,65 Masseprozent. Der höhere Anteil sorgt für eine bessere Härte und Schnitthaltigkeit als beim 1045er Stahl. Schwerter aus 1065er Kohlenstoffstahl eignen sich gut als Einsteigermodelle für Schnitttests, auch diese Klingen müssen zum Schutz vor Rost gepflegt werden, am besten mit speziellem Waffenöl.

1095er Kohlenstoffstahl
1095er Kohlenstoffstahl ist ein besonders harter und schnitthaltiger Stahl mit ca. 0,95 Masseprozent Kohlenstoffanteil. Wirklich gute Schwerter für Schnitttests wie manche Katana werden zusätzlich im Lehmmantel differenziell gehärtet, erkennbar am echten Hamon (Härtebereich an der Schneide traditioneller japanischer Schwerter). Zum Schutz vor Rost ist regelmäßige Pflege notwendig.

Federstahl
Federstahl ist ein Stahl, der sich durch besondere Elastizität und Zähigkeit auszeichnet. Die spezielle Mischung aus Kohlenstoff, Mangan, Silizium und Chrom sorgt zudem für eine sehr gute Verschleißfestigkeit. Federstahl ist meist etwas weicher als reiner Kohlenstoffstahl und daher gut für Schaukampfschwerter geeignet, die auch bei regelmäßigem Klingenkontakt nicht brechen dürfen. Zur Pflege empfehlen wir Waffenöl.

Wie macht man einen Tameshigiri -Schnitttest?
Das Wichtigste ist, das man darin ausgebildet sein muss, sonst kann die Klinge beschädigt werde. Viele wissen nicht einmal das die Strohmatten über mehrere Tage gewässert und dann gebunden werden müssen.
laut Momiji-Dojo: In unserem Dojo wird unter einem Jahr niemandem gestattet, mit einer Klinge zu arbeiten. Scharfe Klingen (scharfe Stahlrepliken oder gar Shinken/ Katana) sind etwas für weit Fortgeschrittene bzw. Lehrer mit jahrelanger Erfahrung.
Es muss ein Katana mit echter Hamon sein und es muss einen Aufbau haben, z. B. Honsanmai.

Tameshigiri Schnitttest mit Ritterschwertern oder Wikingerschwertern?
Auf keinen Fall! Es gibt natürlich Videos, wo dieses gemacht wird aber es gibt auch Videos wo jemand in einen zugefrorenen Pool springt! Aus fachlicher Sicht, ein absolutes No- Go! Das Katana hat einen Klingen-Querschnitt, in der Form einer Axt mit einer Klingenstärke von circa 7mm. Das Ritterschwert hat einen Querschnitt der sehr schmal und flach ist. Die Gefahr das die Klinge des Ritterschwertes sich verbiegt oder bricht, ist sehr groß. Ritterschwerter wurden auch gar nicht dafür entwickelt Köpfe abzuschlagen! Wenn man etwas mit einem Ritter- oder Wikingerschwert zerteilen möchte wäre die Empfehlung vom Fachmann: Fleisch, Gurken, Ananas, Kürbisse oder auch Melonen.

Sie möchten mit einem Schwert auf Holz einschlagen?
Das ist keine Gute Idee!
Das Schwert wird brechen oder verbiegen, je nach Typ! Warum ist das so? Eine Axt “Fällaxt“ die für Holz gedacht ist, hat einen Axtkopf mot einem Gewicht von circa 1,2 kg auf 11 cm Klinge, wenn man das auf ein Katana, mit 73 cm, umrechnet sind das 7,9 Kg es wiegt aber nur 1kg.
Bei einem Ritterschwert mit 91 cm Klinge = 9,9 kg, es sollte damit jedem klar sein, dass es keine gute Idee ist mit einem Schwert auf Holz zu schlagen. Es hat schon seinen Grund das ein Holzfäller kein Schwert, sondern eine Axt in der Hand hat. Leider ist dieser extrem Blödsinn im Film Gladiator zu sehen, dort schlägt das Schwert einen Kopf ab und zerteilt dabei auch noch einen halben Baum.